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Flugsimulation |
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Die Philosophie |
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Da staunen wir Fussgänger. Wer ist nicht schon geflogen, im Traum, einfach so schwerelos über Häuser, Berge und Seen. Der Vogelflug. Oder am Beispiel die Möwe. Diese Tragflächen. Dieses Flügelprofil. Diese Flügelform, die Flügelspitzen. Und dann die Steuerung. Die Koordination für Bewegungsänderungen vertikal und / oder horizontal. Die Fluggeschwindigkeiten, der Geschwindigkeitsbereich von null auf maximal und wieder auf null. Haben sie auch schon beobachtet, der Sichtflug, die Orientierung nach Sicht im schnellen Vorbeiflug. Dass die Augen sehen, verstehen wir gut. Dass jedoch die Vögel im Fluge die Blickrichtung ändern in fast alle Himmelrichtungen mittels grossen Kopfbewegungen, das fasziniert immer aufs Neue. Wie geht das mit der Aerodynamik bei abgewinkeltem Kopf? Aber lassen wir das, es ist einfach perfekt. Natur pur! |
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Die Realität |
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Herrlich, diese eleganten Flugzeuge, wie sie ihr Gewicht überwinden und so gleiten im Winde. Oder nicht? Natur pur. Natur pur? Ja, aber bloss vor und hinter und über und unter dem Flugzeug in der Luft. Die Tragflächen, das Flügelprofil, die unterschiedlichen Luftdruckverhältnisse unten und oben, die resultierende Tragkraft, die Reaktionen auf die Ruderausschläge oder Trimmklappen, das ist Natur pur. Physik. Aerodynamik. Das Fluggerät dagegen ist reine Technik. Reine Nachahmungen. Eigentlich schlechte Nachahmungen, wenn wir an die Möwe denken. Das Flugzeug ist schwer, hart, steif, unwirtschaftlich, zum Teil unberechenbar. Das Flugzeug im Fluge blickt geradeaus. Der Mensch im Cockpit, der Pilot, der Capitan, der besitzt wie die Möwe auch drehbare Augen und einen auf fast alle Seiten drehbaren Kopf. Er ist informiert, was um ihn herum geschieht. Nur, das Flugzeug behindert den Piloten am Hinausschauen. Das grosse Instrumentenpanel vor dem Gesicht, die kleinen Fenster vorne und seitlich. Der Blick nach vorne wird knapp, der Blick nach unten unmöglich. |
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Das FS-Prinzip |
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Prinzip heisst nach Duden Grundlage, Grundsatz. Ist das nicht eine gute Voraussetzung, um in der virtuellen Welt zu starten? Die virtuelle Welt. Die Flugsimulation. Einen Flug simulieren. Einen Flug mit einem Flugzeug simulieren. Einen Flug mit einem Flächenflugzeug simulieren. Das ist mein Ziel seit dem 08.11.88. Damals kaufte ich meinen ersten Computer und, eher zufällig, meinen ersten Microsoft Flight Simulator. Als ehemaliger Segel- und Motorflugpilot interessierte mich plötzlich die Flugsimulation am PC. Die technischen Entwicklungen in Hard- und Software brachten laufend enorme Verbesserungen. Heute, nach der 10. Version, dem FSX, gelten für uns FlightSimPilotsSG nach wie vor die gleichen, strengen Grundsätze beim Pilotieren am PC-Flugsimulator. Unsere Devise, wir fliegen wie richtig in der virtuellen Welt. In der Anwendung verwandelte sich für uns das Programm aus den Microsoft game studios zum professionellen PC-Flugsimulator. |
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Unserer Grundsätze |
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Da der FSX mit seinen zwar sehr schönen, aber vor allem spielerischen, Komponenten unnötigerweise komplexer wurde, fliegen wir sehr gezielt mit dem bewährten FS2004 weiter. Am Computer sind sehr entscheidend die Bildqualität und die Framerate. Weniger als 25 Bilder pro Sekunde sind für jede realitätsgetreue Bewegung im Luftraum nicht geeignet. Die unten stehenden Aussagen sind am Beispiel der Boeing 737-400 illustriert. |
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Im PC-Cockpit |
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EINSTELLUNGEN - REALITÄTSGRAD (Bild anklicken zum Vergrössern) Grundsätzlich alles auf voll realistisch. Ausnahmen: P-Faktor, Drehmoment und Kurskreisel. Auch die Gemischregulierung interessiert uns am FS weniger (Automischung aktivieren), es sei denn, wir trainieren bewusst das Verhalten des Kolbenmotors in dünner Luft. Wichtig: Autom. Seitenruder darf nicht aktiviert sein, denn wir fliegen immer mit Pedals, d.h. getrennte Steuerfunktionen für Querruder und Seitenruder!!!!!
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Hier sitzt der Pilot immer vor dem fix installierten 2-D-Panel wie in der Realität. In jedem guten FS-Flugzeugtyp sind alle wichtigen Anzeigen und Bedienungen in diesem Bereich erfassbar. Notfalls können weitere Funktionen in diesem Bereich zugeschaltet oder wieder ausgeschaltet werden. Das grosse rote V in der Frontscheibe ist am professionellen FS zulässig und erleichtert das Anvisieren eines Punktes sehr.
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Der Blick nach vorne links (45°) ist relativ gut. In diesem Fenster bietet das virtuelle 3-D-Panel gute Dienste zur Simulation der Wirklichkeit (allfällige Konstruktions- hindernisse im Blickfeld).
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Beim Blick nach vorne rechts (45°) kommt speziell im 2-Platz-Cockpit das virtuelle 3-D-Panel zur Geltung. Für den Capitan wird auf der rechten Flugzeugseite die Sicht nach draussen eng.
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Blickrichtung links (90°) ist hier optimal. Nicht vergessen, der Blickwinkel nach unten ist sehr schlecht. Je höher die Flughöhe, desto grösser wird das Gebiet unter dem Flugzeug, das der Pilot nicht direkt überblicken kann!
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Blickrichtung rechts (90°) je nach Flugzeugtyp besser oder schlechter.
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Blickrichtung hinten links (135°) je nach Flugzeugtyp besser oder schlechter.
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Blickrichtung rechts hinten (135°) hier am Beispiel Ende der Durchsage!
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Hier in der Boeing 737 kann das Avionikpanel mit den verschiedenen Funkfrequenzen verkleinert und ins Hauptpanel eingebaut werden. Im FS hat die Überwachung bestimmter Triebwerksanzeigen nur eine zweitrangige Bedeutung. Dagegen sind Flug- und Navigationsanzeigen sehr wichtig im üblichen Panelbereich.
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Für Bedienungsfunktionen, die nur punktuell und kurzzeitig wichtig sind, genügen separate Anzeigefenster, die sofort wieder ausgeschaltet werden können. Wichtig: Das Hauptpanel bleibt jederzeit unverändert im Blickfeld des Piloten.
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Gleiches wie oben gilt hier beim Einsatz des GPS-Gerätes. Rasch einsetzbar, gut lesbar in Grösse und Anordnung, rasch ausschaltbar zum Überwachen der Fluginstrumente. Und noch ein sehr wichtiger Hinweis beim Fliegen am Simulator: Keine Unterbrechung zwischen Start und Landung (Echtzeit 1:1), keine Pausentaste und - keine unnötigen FS-Fenster öffnen, die den Flug unterbrechen. Solche Informations- oder Konfigurationsanzeigen müssen natürlich vor dem Flug perfekt eingestellt bzw. bekannt sein (Flugvorbereitung!!??).
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Und jetzt die grosse Überraschung. Das Panel ist relativ gross, speziell hoch. Eine Verschiebung des Panels ist unzulässig für den professionellen Piloten. Was macht er in der Realität? Er streckt seinen Hals, um möglichst gut nach vorne zu blicken, z.B. Rollweg frei oder Navigation im Gelände (VFR). Diese heikle Situation wird am FS nur kurzzeitig überwunden mit dem Tastenbefehl W (Panel ausblenden). Damit bleibt die entscheidende Relation zwischen Pilot und Flugzeug erhalten. (Aber bitte nicht mit dem Mini-Panel fliegen, das nennen wir "Harry Potter"!)
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Eine weitere Information zum Kriterium "realitätsgetreu Pilotieren" ist die Kartenansicht im Grundriss. Der professionelle FS-Pilot verwendet sie ausnahmsweise, um sich zu orientieren beim Rollen auf komplizierten Flughäfen. Zur Navigation unterwegs ist sie für den Profi ungeeignet. Die konventionelle Funknavigation oder das GPS haben den Vorrang.
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Abschliessend ein sehr umstrittenes Thema. Das 3-D-Panel ist für den professionellen FS-Piloten ein rotes Tuch!!!! Hier im Bild ist es standardmässig eingestellt auf die normale Sichtdistanz nach draussen. Eigentlich ideal mit freier Sicht nach draussen. Wo sind die Fluginstrumente?
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Kein Problem, Zoom 0.50, aber wohlbemerkt, sie halten den Feldstecher verkehrt in der Hand!!! Und schon sind die wichtigsten Instrumente da. Gross in der Anzeige und gut lesbar. Oder nicht?
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Es sieht schon gut aus, nicht? Zoom 0.31, wenn das nicht fliegt..... Aber jetzt ernsthaft, das 3-D-Panel hat überhaupt nichts mit professioneller Flugsimulation zu tun. Die unabdingbare Einheit, der Pilot "verwachsen" mit dem Flugzeug, der Linienpilot einjustiert mit Sitzhöhe und Sitzposition so, dass die Augen das im Cockpit fix eingeschweisste Visier treffen, diese entscheidene Bedingung fällt mit dem unnatürlichen Zoomen weg.
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Nicht faszinierend, jedoch fantastisch ist der schier unendliche Rundblick im Cockpit. Drehen links und rechts und aufwärts und abwärts. Beim Kauf meiner ersten privaten Linienmaschine in der Realität werde ich mir das Cockpit sehr genau anschauen. Mit Sicherheit wird mir der Marketingchef der Lieferfirma schon vorweg einen Videoclip vorführen mit allen diesen 3-D-Ansichten und -Einsichten. Aber von meinem künftigen Privatpiloten werde ich verlangen, dass er pilotiert, fest angegurtet auf seinem linken Sitz (und ohne Antifeldstecher).
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Die schönen Aussenansichten gehören zum Fliegerfan. Sie untermalen unsere Vorstellungen im Kopf, fliegen wie richtig. Der professionelle FS-Pilot weiss jedoch sehr genau, dass die Sicht aus dem simulierten Begleitflugzeug nichts mit Pilotieren zu tun hat. Der Pilot sitzt im Cockpit, basta! Es kann freilich sein, dass sie inzwischen zu den Modellflugpiloten gewechselt haben. Dann viel Spass und tschüss!
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Der pflichtbewusste FS-Pilot gönnt sich aber trotz strengen Grundsätzen am PC-Flugsimulator entspannende Momente. Solche Situationen sind dann gestattet, wenn das Flugzeug am Boden steht, wenn das Flugzeug unterwegs vom Autopiloten pilotiert wird oder natürlich während einer der möglichen Sofortwiederholung, speziell nach der Landung.
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Das Erlebnis |
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So diszipliniert geflogen in der virtuellen Welt wird jeder geplante und erfolgreich abgeschlossene Flug zum persönlichen Erlebnis. Der FS-Pilot ist gefordert wie in der Realität. Er nimmt seine Aufgabe ernst und verhindert jeden Crash mit allen Mitteln (und der korrekte Realitätsgrad ist aktiviert). |
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Respekt vor dem Fliegen |
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Am treffendsten erfasst und beschrieben hatte das Fredi Kurth am 7. Juni 2004 im St.Galler Tagblatt. Der Bericht |
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